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Nackt, aber nicht vogelfrei

 

Warum Datenschutz im FKK Bereich wichtiger ist als je zuvor

FKK steht für Freiheit. Für Natürlichkeit. Für ein selbstverständliches Verhältnis zum eigenen Körper.
Was FKK nicht ist: eine Einladung zum Glotzen, Knipsen oder heimlichen

Digitalisieren fremder Menschen. Trotzdem scheint genau das bei manchen angekommen zu sein. 

 

Nackt heißt nicht öffentlich

Ein weitverbreiteter Denkfehler lautet:
„Wer nackt rumläuft, darf sich nicht wundern.“

Doch. Darf er.

Denn Nacktheit hebt weder Persönlichkeitsrechte noch Datenschutz auf. Sie macht sie sogar schützenswerter.

Wer im FKK-Bereich fotografiert oder filmt ohne Zustimmung, verletzt nicht nur soziale Regeln, sondern sehr schnell auch geltendes Recht. Und nein: Das Handy unauffällig in Bauchhöhe zu halten, macht es nicht besser. 

 

Dein Smartphone ist das Problem

Früher war FKK ein analoger Raum. Heute ist jeder Besucher ein potenzieller Sender, Sammler oder Verteiler. Ein Klick, ein Cloud Upload, ein Messenger weiter und aus einem entspannten Badetag wird ein lebenslanges Risiko.

Gesichter kann man verpixeln? Reicht nicht!
Tattoos, Körperformen, Orte, Zeitpunkte reichen oft völlig aus, um Menschen identifizierbar zu machen.
 

 

DSGVO kennt keinen FKK-Bonus

Datenschutz fragt nicht nach Kleidung. Er fragt nach personenbezogenen Daten.
Und Nacktbilder sind genau das. In vielen Fällen sogar besonders sensible.

Wer meint, im FKK-Bereich gelte eine Art rechtsfreier Raum, irrt gewaltig. Das Gegenteil ist der Fall. Hier ist die Schwelle zur Datenschutzverletzung besonders niedrig. 

 

Freiheit braucht Grenzen

FKK lebt von Vertrauen. Und Vertrauen ist schnell zerstört. Ein einziger Vorfall, ein einziges Foto zur falschen Zeit und der Raum ist vergiftet.

Deshalb sind Fotografierverbote keine Spaßbremsen, sondern Grundvoraussetzung. Wer sich darüber aufregt, sollte sich fragen, warum ihm das Bild eines fremden nackten Körpers wichtiger ist als die Privatsphäre eines Menschen. 

 

Betreiber dürfen nicht wegsehen

FKK-Anlagen, Vereine und Veranstalter, die Datenschutz locker sehen, sägen an dem Ast, auf dem sie sitzen. Klare Regeln, sichtbare Hinweise und konsequentes Eingreifen sind kein Überregulieren, sondern Überlebensstrategie. 

 

FKK ohne Datenschutz ist keine Freiheit, sondern Fahrlässigkeit. Wer FKK ernst meint, lässt das Smartphone in der Tasche. Alles andere ist nicht neugierig, sondern übergriffig.

 

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