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Cloud-Computing

Was ist überhaupt eine „Cloud“? Darüber kann man trefflich streiten, zumal dieser Begriff im Marketing vielfach unsachgemäß genutzt wird. Wikipedia hilft weiter. Im Kern geht es um riesige Rechenzentren, in denen der Kunde in Sekundenschnelle die gewünschten Dienste

(z.B. Applikationen, Portale oder Infrastruktur) einrichten und nutzen kann. Der Zugriff erfolgt über das Internet (also meist per Webbrowser). Es handelt sich um ein Massengeschäft ohne individuelle Ansprechpartner oder individuelle Verträge. Der Kunde muss sich nicht um Details von Hard- und Software bzw. deren Administration kümmern; manche Menschen empfinden dies als Erleichterung, andere als Kontrollverlust. 

Hier einige Cloud-Beispiele: 

  • Microsoft-Cloud (mit allen Office Programmen und auch zahlreichen Server-Funktionalitäten)
  • DATEV-Cloud (Buchhaltung per Webbrowser)
  • Websites (die nicht mehr auf einem „normalen“ Webserver gehostet werden, sondern z.B. in der AWS-Cloud aus verschiedenen Modulen zusammengeklickt werden)
  • das endlose Feld der „kleinen“ Applikationen für z.B. Projektmanagement, Kommunikation, Werbung (z.B. Newsletter).
  • Infrastruktur-Cloud wie z.B. AWS, die für jedes Szenario bereits eine Software zur Verfügung stellen: Benutzer-Authentifizierung, Spracherkennung, Zahlungsdienste etc. 

In eine perfekten Cloud-Welt würden die Kunden und Nutzer nur noch ein „Internet-Terminal“ nutzen und würden über keine sonstige lokale Hardware verfügen. Durch die (fast) grenzenlose Skalierbarkeit der Rechenzentren gilt das Prinzip „the winner takes it all“, was zwangsläufig zu einigen wenigen Giga-Konzernen führt, die letztlich den Markt dominieren und die Regeln bestimmen (Stichwort „GAFAM“).

Vermutlich 90% dieser Cloud-Dienste stammen aus den USA, und das sehr lesenswerte Buch „Silicon Valley“ für 10 € erklärt die Hintergründe für diese Entwicklung. Auch wenn Europa mit dem Projekt „GaiaX“ eine Alternative entwickeln will, so ist dies wohl mehr ein symbolischer Schritt als eine reale Perspektive.

Machen wir uns also nichts vor: In absehbarer Zeit werden wohl 99,9% der Dienste durch US-Konzerne kontrolliert. Spätestens seit Edward Snowden ist aber auch klar: Die US-Sicherheitsdienste kennen keine (wirklich keine!) Grenzen, wenn es um das Sammeln und Auswerten des weltweiten Datenverkehrs geht. Die NSA speichert auch tonnenweise verschlüsselte Daten (vermutlich in der Hoffnung, diese eines Tages z.B. durch Quantencomputer lesen zu können).

Wie verhält es sich in der Cloud mit dem Datenschutz? Darüber wurde HIER schon in diesem Blog geschrieben.

 

 

 

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